24 Säckchen und 1 Sparfuchs

Heute mal wieder was persönliches, soweit ich in der Lage bin persönlich zu werden.

SAMSUNG CAMERA PICTURESHeute wird das erste Türchen des Adventskalenders geöffnet. Bei meinem Sohn ist es das erste Säckchen. Das lässt mich immer ein bisschen sentimental werden. Er ist jetzt acht Jahre alt und witzigerweise sein Kalender auch. Wie die Zeit vergeht. Als ich schwanger war, habe ich den Kalender zum Selbstbefüllen im Ausverkauf nach Weihnachten für gerade mal 1 Euro gekauft. War ja schon zu erkennen, dass ich einen brauchen würde. Und er war so süß, so einer aus grünen Filz mit Schneemann und roten Säckchen. Und als alter Sparfuchs fand ich einen Adventskalender zum immer wieder verwenden für den selben Preis wie die üblichen Schoko-Pappe-Plastik-Kalender zum Wegessen und Wegschmeißen sehr viel schöner. Es ist auch so, dass es mir persönlich mehr Spaß macht, zu überlegen, was ich dieses Jahr rein tue und ihn dann endgültig vorzubereiten. Im ersten Jahr konnte er ihn nicht benutzen, da war er einfach noch zu klein. Da habe ich mir den Kalender mit seinem Vater geteilt. Die nächsten beiden Jahre habe ich ihm Traubenzucker in die Säckchen getan.

Als er dann drei Jahre alt war, ging er zum ersten mal zum St. Martin mit und dass war so süß, er hatte es ganz schnell raus, wenn man Laterne, Laterne sagt, oder so ähnlich, dann kriegt man was in die Tüte. Und ich hatte daraufhin eine super Idee, die sich bis heute gehalten hat: die Süßigkeiten der Größe und natürlich Haltbarkeitsdatum und Verpackung nach heraus zu sortieren, bei Seite zu legen und für den Adventskalender zu verwenden. So habe ich einige Male das Glück gehabt, gar nichts mehr dazu kaufen zu müssen und ich musste in einzelnen Jahren jeden Euro zwei bis drei Mal umdrehen. Diese Tradition werde ich mir aber beibehalten, denn auch wenn es keine Kostenfrage ist, so ist es doch schöner, wenn es im Adventskalender abwechslungsreich zugeht. Ich hoffe, dass sein Kalender noch lange durchhalten kann. Einige Male musste ich es schon reparieren weil die Säckchen gerissen waren oder das Bändchen fehlte. Ich hoffe, dass ich mich von dem Kalender nicht so schnell trennen muss. Und trotzdem wird mir durch ihn bewusst, dass es nicht die einzige Trennung ist, die mich in der Zukunft erwartet. Gott sei Dank, eine Sache ist bereits ausgeschlossen, mein Kind wird nicht aufs College gehen.

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