Was heute geschah…

SAMSUNG CAMERA PICTURESIch bin heute Morgen mit dem Gedanken aufgewacht, dass ich irgendwie, so seltsam wie es klingen mag, die Idee von Michael Jackson verstehen kann. Sich einfach mal ausschalten lassen, einfach mal schlafen können, sich keine Gedanken zu machen. Manchmal wünsche ich mir das auch. Ich weiß nicht ob ich es machen würde, wenn ich die Möglichkeit hätte, wenn es eine rein finanzielle Frage wäre, wäre ich wahrscheinlich zu geizig. Aber wenn ich im Geiste, in der Nacht anstatt zu schlafen Dienstpläne gestalte, imaginäre To-Do-Zettel erstelle, dann frage ich mich ob dies wirklich mein einziges Problem ist. Gerade habe ich das Gefühl, dass meine Probleme und Sorgen auf mich einprügeln, wie auf einen wehrlosen Sandsack. Seltsam ist auch, dass man dann, obwohl strategisches Handeln am wichtigsten wäre, man planlos reagiert anstatt strukturiert agiert, um Ordnung in sein Leben zu bringen.

Gott sei Dank gibt es dann auch Tage, die erfrischend einen von den Dauerproblemen, auf die man nicht wirklich Einfluss hat und von den trüben Gedanken, die damit zusammenhängen, ablenken. Und dann ist mein Humor gefragt. Ich hab heute erfahren, dass eine Assistentin bis zum morgigen Tag gekündigt hat. Jetzt habe ich noch andere Assistentinnen und es erspart mir ein Kündigungsgespräch. Ich finde, dass Arbeitsrecht teilweise auch sehr verwirrend und widersprüchlich und wenn ich eins nicht werde, auch nicht im nächsten Leben, dann ist es Anwalt. Aber ich hätte gedacht, dass der Begriff der Kündigungsfrist wirklich allen, die dank ihrer Geschäftsfähigkeit fähig sind, einen Arbeitsvertrag zu unterschreiben, ein Begriff ist. Jetzt könnte ich auf die Einhaltung, der Kündigungsfrist, bestehen. Aber wozu denn? Reisende soll man nicht aufhalten und damit tue ich mir auch selbst einen Gefallen. Vor allem, was würde denn meine Noch-Assistentin tun? Sich krank melden. Ich müsste Ersatz organisieren und was die wenigsten wissen, hat man als Arbeitgeber die Möglichkeit, die eine Krankmeldung vom Medizinnischendienst der Krankenkassen überprüfen zu lassen. Das ist sehr aufwändig und bis hier hin war es mir den Aufwand noch nicht wert.

Dieser Zwischenfall wurde schnell überschattet, von anderen seltsamen Ereignissen. Ich war heute auf der Toilette, nein, das war nicht das, was seltsam war. Ich kann mich über meine Verdauung nicht beschweren und außerdem ging es hierbei um das andere. Da hörte man so ein komisches Surren in den Rohren. Auf dem Weg zurück ins Büro wurde ich von dem Hausmeister angesprochen, dass man leider nicht auf die Toilette gehen könnte, weil es einen Rohrbruch gegeben hat. Ich war wohl die Letzte. Gott sei Dank, da ich eine sehr schwache Blase habe, aber ich könnte es beschwören, nicht verantwortlich zu sein und nichts falsch gemacht zu haben.

Im Büro angekommen, war der Computerbildschirm schwarz. Standby-Modus, ich weiß. Aber normalerweise lässt er sich aus dieser Ohnmacht zurück holen. Heute nicht. Jetzt doof, aber wahr, wo ist die Nummer der IT? Natürlich im Computer. Dabei hatte ich sie beim letzten Zwischenfall, extra noch auf einen Zettel geschrieben und dann verloren. Das ist, glaube ich, so ein Moment, wo man Dinge erst zu schätzen weiß, wenn man sie nicht mehr hat. Also Chefin hinterher telefonieren. Dabei erfahre ich, dass ich einen großen Fehler gemacht habe, nein nicht den, den Computer nicht sachgemäß behandelt zu haben. Und zur Zeit ist die Arbeit stressig, aber nicht so stressig, dass man das Gefühl hat, auf etwas einschlagen zu müssen, dass sich nicht wehren kann. IT doch noch erreicht, was ein Wunder ist, ich hätte nicht mehr damit gerechnet. Die gute Nachricht, dem Computer ging es gut. Dem Monitor, laut Ferndiagnose, wohl nicht. Und heute sollte es wohl nicht mehr möglich sein, einen Neuen vorbeizubringen, womit ich ehrlich gesagt auch nicht mehr gerechnet habe. Dabei wäre ich heute gerne länger geblieben, angesichts der vielen Arbeit und es wäre sogar möglich gewesen, weil der Nachwuchs beim Kumpel war.

Die Besonderheit mancher Tage muss man feiern. Ich entschied mich essen zu gehen. Ein Steak, was größer sein sollte als ich und ein Stück Tiramisu, was größer sein sollte als das Steak. Ja, dass ist die richtige Art. Und falls das am Montag mit dem Monitor nicht klappt, kann ich die Zeit dazu nutzen, die heutige Feier abzutrainieren. Wie immer, alles positiv sehen, bis der Arzt kommt.

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