Im Strudel des Irrationalen

604518_web_R_B_by_Dieter Schütz_pixelio.deIch habe einen Sohn und dieser Sohn hat wohl ein Problem. Und dieses Problem erfahre ich nicht einfach so. Nein, ich kriege es nur zu spüren oder kann es mir denken. Andererseits scheint es nicht zu groß zu sein, denn bei mehrerem Nachfragen, scheint er es auch nicht definieren zu können. Gestern machte ich noch auf verständnisvoll. Das war so schön, er wollte länger Fernsehen mit mir zusammen. Ich wagte aber zu behaupten, ich sei müde. In dem Zeitrahmen, den die folgende Diskussion eingenommen hat, hätte man auch Titanic sehen können, mit den Hintergrundinformationen. Aber ist das so ungewöhnlich? Es ist Freitagabend und ich habe bereits eine ganze Woche hinter mir. Der Tronfolger übrigens auch, aber er scheint es nicht wahr haben zu wollen. Ein Wechselspiel zwischen „Es tut mir leid. Ich möchte mich entschuldigen“, „Du magst mich nicht.“, „Ich bin sauer auf Dich.“, „Nie darf ich…!“. Ich weiß, dass es nicht Titanic war, was ich gestern Abend gesehen habe, aber um Gottes Willen, ich weiß nicht was es war und worum es da ging. Ich glaube, angefangen hatte es schon gestern früh, als ich – und jetzt aufpassen und vielleicht sogar das Jugendamt verständigen – Weiterlesen

Behinderte und Schwarze

661319_web_R_by_Oliver Klas_pixelio.deDas soll jetzt kein Text darüber werden, was die beiden gemeinsam haben. Aber, wie heißen sie aktuell? Ich habe ja schon mal in meinen Texten angedeutet, dass ich keine Ahnung von politisch korrekten Begrifflichkeiten habe und noch weniger gewillt bin, diese zu erlangen.

Ich schreibe da gerade an so einem kleinen Text und beide Begrifflichkeiten kommen vor. Wobei, wenn man das ganze Drumherum betrachtet, sind diese Begriffe am wenigsten schlimm. Ich habe mal gehört für die Behinderten soll mal der Begriff gefallen sein „Menschen mit anderen Begabungen“. Oder waren es Bedürfnisse? Egal. … Oder Menschen besonderer Bedürfnisse? Geht’s mir nur so oder Weiterlesen

Experimentiert

Ich hätte Monk sehen sollen. Aber was solls? Irgendwann kann ich die einzelnen Folgen mitsprechen. Mittlerweile fallen mir sogar nicht zu Ende gedachte Lösungen auf. Stattdessen habe ich aus dem Zufall heraus das Jenke Experiment mir angeguckt. Ohne so einen RTL-Flair geht es wohl nicht, muss man im Fernsehn immer so eine Freak-Show machen? Die Sendung mit dem Experiment war ja sehr bemüht, aber ich hab keine Geduld, für mich reich363346_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.det so was nicht. Ich bin irgendwie dieser Selbsttests leid. Dieses „wie das wohl ist, wenn man im Rollstuhl sitzt“. Mal davon abgesehen, dass man aufstehen kann, gibt es doch nicht das ganze Spektrum zu erkennen. Aber eine andere Frage, die sich mir stellt, ist, ob es dann vielleicht doch Hoffnung gibt. Wenn man allseits bekannte Klischees abdecken kann und wenn das dann noch nicht reicht, dann muss man was einbauen, wie Menschen, die sich gerne verstümmeln würden. Und das ist doch gut oder? Denn dann sind die Behinderten zu normal, zu langweilig.

Ich würde mir eine Sendung wünschen, in der ein Behinderter, ich weiß noch nicht mal, ob das gerade politisch korrekt ist, der irgendwas erzählen kann, oder irgendjemanden interviewt und weder das Eine noch das Andere hat etwas damit zu tun, Weiterlesen

Eine Bahnfahrt die ist …

SAMSUNG CAMERA PICTURES… aufwendiger als man denkt. Ich wollte nach Köln fahren. Davon mal abgesehen, dass es mit der S-Bahn länger dauert als mit dem RE, waren sie bei den REs so richtig richtig clever und haben die Rampen direkt in den Zug gebaut. Jetzt kann man theoretisch überall da aussteigen, wo man lustig ist. Natürlich nur da, wo es Aufzüge gibt, aber das versteht sich von selbst. Bei der S-Bahn hätte man hingegen das Problem gehabt, Gleis zu hoch, Gleis zu niedrig usw. Und so ein elektrischer Rollstuhl ist nur flexibel in der Auswahl zwischen „schnell“ und „langsam“, nicht bei „Stufe rauf“ „Stufe runter“.

Die Deutsche Bahn bzw. deren Mitarbeiter scheinen die Flexibilität, die sich ihnen durch die REs bietet, nicht zu schätzen zu wissen oder besser gesagt, vielleicht gönnen sie sie mir nicht. Dann war ich 20 Minuten bevor mein Zug kam, da, und hab gesagt, dass ich in den Zug blabla um blabla nach blabla Einstiegshilfe brauche. Da war es wieder, der Grund warum ich so gerne mit Zügen fahre. Ich dachte, das hätte sich in den letzten paar Jahren, in denen ich keinen Grund hatte, mit diesem Rollstuhl die Stadt zu verlassen, geändert. Aber nein, Weiterlesen