R-E-S-P-E-C-T

486908_web_R_K_by_sokaeiko_pixelio.deAll I’m asking for. Leider ist es ohne musikalische Untermalung nur halb so amüsant. Nach der Veröffentlichung des Beitrags über meine Erlebnisse am Dortmunder Flughafen wurde ich tatsächlich vom Flughafen kontaktiert. Leider habe ich vergessen, anders als bei Okinii und beim UFA Palast, mich bei denen direkt zu beschweren. Um so überraschter war ich, dass der Flughafen dennoch auf mein Problem aufmerksam geworden ist. Eigentlich hätte ich gedacht, dass das weniger auf Interesse stößt. Ich hatte ja schon mal angedeutet, dass ich den Eindruck habe, man wird als Behinderter manchmal eher geduldet, als wahrgenommen. So oft, wie man sich über Sanitätshäuser beschwert, so oft verläuft es ohne Konsequenzen und Verbesserungen im Sande. Bei freien, wirtschaftlich funktionierenden Unternehmen scheint es noch anders zu sein. Da scheint es die Inklusion gegeben zu haben, bevor sie so hieß. Da ist sie wieder, meine Lieblingsthematik, die mit dem Monopol usw.. Aber ich lass es, ich hab es schon oft genug erwähnt, oder? Als Kunde muss ich nicht unbedingt König sein, aber benachteiligt doch sich auch nicht.

Nach meinen Beschwerden bekam ich vom UFA Palast einen Brief und von Okinii einen Anruf. Beiden folgten Freikarten, bzw. Gutscheine. Und als ich die erste Email vom Flughafen bekam, habe ich mich darüber lustig gemacht, ob ich jetzt wohl eine Einladung bekomme zur einer Extratour durch die Sicherheitsschleuse. So schön wie Freikarten und Gutscheine auch immer sind, darum geht es mir nicht. Ich gebe zu, über die Tour durch die Sicherheitsschleuse hätte ich mich nicht ganz so sehr gefreut. Auch wenn ich immer belächelt werde, wenn ich irgendwo erzähle, dass ich mich beschwert habe und dann irgendwas daher bekommen habe. Man hat wohl den Eindruck, dass ich das nur tun würde, um irgendwelche Vergünstigungen zu erlangen. Aber ist es wirklich so schwer zu verstehen, dass es mir ein Grundbedürfnis ist, genau so respektiert zu werden, wie alle anderen auch? Ich möchte sensibilisieren, es verdeutlichen. Die Geschäftsführung ist bei der Bedienung der Kundschaft nicht dabei. Und im Endeffekt, wie sollen alle Beteiligten wissen, was mich stört, wenn ich meinen Mund nicht aufmache? Ich möchte nicht, dass einzelne Mitarbeiter einen Rüffel bekommen, oder gar entlassen werden. Ich möchte aber, dass sie so geführt werden, dass für sie gleichwertiger, respektvoller Umgang mit jeder Art von Kundschaft, zu jeder Zeit in jeder Situation selbstverständlich ist.

Eindrucksvoll ist es, dass bei Gastronomie, Transportwesen und Unterhaltungsindustrie das Problem im Umgang mit meiner Person unterm Strich doch dasselbe war. Auch wenn ich einmal nicht in der Lage war alleine einen Aufzug zu bedienen. Ein anderes mal war es dann die EC Karte und zuletzt sprach man über mich und nicht mit mir. Vielleicht wurde ich ja entmündigt und man hat vergessen mich zu informieren. Genauso fühlte es sich an, in den jeweiligen Momenten. Gnade Gott demjenigen, wenn ich ihn erwische, der festgelegt hat, dass Menschen die nicht Laufen können auch nicht im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte sind. Unrecht hatte er und ich werde so lange nerven, bis es alle anderen auch erkennen.

Auch ohne unauffällige Geschenke, die mich dazu verleiten sollen wiederzukommen. Das heißt natürlich nicht, dass ich sie nicht genutzt habe. Wobei es mir bei Okinii leicht unangenehm war, weil ich beim Rausgehen gesehen habe, dass die Kellner um den Gutschein eine Traube gebildet hatten und diskutierten. Ansonsten sind sie sehr höflich und zuvorkommend, aber nicht mehr als zuvor. Über die Mitarbeiter im Kino kann ich auch nichts Negatives sagen, ich fühle mich gleichwertig behandelt, so wie es sein sollte. Zum Flughafen kann ich noch nichts sagen, da bin ich erst im Juli. Aber ich gehe davon aus, wenn sich ein Unternehmen schon die Mühe macht Kundenrezessionen zu recherchieren, dann werden sie wohl auch nicht davor halt machen die Kritik umzusetzen. Da bin ich sehr optimistisch. Ich bin sehr dankbar, dass meine Kritik wohl ernst genommen wurde und somit auch ich. Einzelne unglückliche Zwischenfälle sind legitim, man sollte dennoch aus ihnen lernen. Und wenn ich die Gelegenheit bekomme konstruktiv dazu beizutragen, bin ich nicht nur theoretisch gleichwertig, sondern auch tatsächlich. Und das ist alles was ich will: RESPEKT.

(Foto: sokaeiko / pixelio.de)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s