Platte Plakate

Ich weiß ja nicDSC06889ht, Radwege müssten ja für mich nicht sein. Ich stehe da eher auf Elektroautos. Aber vielleicht ist es ja so, dass man sich auch hier selbst der Nächste ist. Was will uns dieses Plakat sagen? Erstmal habe ich spontan an einen Seitenhieb an die Grünen und deren Forderung nach Radwegen gedacht. Vor allem durch den Hinweis, wie viel es kosten wird. Nach dem Motto „Es gibt so viel Wichtigeres, da wollen die doch tatsächlich so was unwichtiges wie einen Fahrradweg hier haben“. Aber dann war ich doch verwirrt, damit das so bleibt den Elbers wählen? Naja, vielleicht liegt es ja an mir, dass ich den Tiefgängen dieser Gedanken nicht wirklich folgen kann. Denn die werden schon wissen, was sie tun, hoffe ich. Für mich bleibts eine ungünstige Panne. Aber zumindest weiß ich jetzt, wie viel ein Fahrradweg kostet.

Ehrlich gesagt, ich neige öfters dazu von Wahlkampagnen verwirrt zu sein. Zum Beispiel letztes Jahr vor der Bundestagswahl auf dem Weg zu meinem Büro stand so ein SPD-Infostand. Und ich ärger mich bis heute, dass ich davon kein Foto gemacht habe, es war einfach zu komisch. Unten war ein Infostand und da oben so eine Art Balkon auf diesem Infohäuschen. Dahinter befand sich die Treppe nach oben. Auf dem Treppengeländer stand „Gute Aussichten“. Ich fand die Idee gar nicht mal so schlecht, so was habe ich noch nie gesehen, es war so erhaben und weitblickend. Ich glaube so weit wollte man meine Meinung auch haben. Nur um 8:30 Uhr morgens, wo der Platz leer war, das Infohäuschen unbesetzt, hing eine Kette vor der Treppe mit einem Schild „Betreten verboten“. Und plötzlich, und ich frage mich, ob ich die Einzige war, die das so gesehen hat, wirkte die ganze Idee des weiten Ausblicks durch das kleine Schild, was sicher nur der Versicherung zur Liebe hängen musste, entgegengesetzt. Mein Gott, bereue ich, dass ich kein Foto gemacht habe. Kann man es sich vorstellen?

Weiter frage ich mich, angesichts der vielen bunten Wahlplakate, ob zum Beispiel grün eine wirklich gute Farbe für ein Wahlplakat ist, dass dann später auf Gras abgestellt wird oder auf Laternenpfeiler gehängt wird, die dann gegebenenfalls vor dem einen oder anderen grün gewachsenen Baum stehen. Manchmal kommt es mir so vor, als ob sie dadurch verloren gehen. Aber auch hier kann ich doch sicher davon ausgehen, dass das Profis sind, die das zu verantworten haben und vielleicht ist die Botschaft hier, dass man so weit mit der Natur verbunden ist, dass die Übergänge kaum noch erkennbar sind. So wird’s wohl sein.

Naja, das ist wohl meckern auf hohem Niveau. Denn das ist immer noch besser, als pink, was einen so anschreit, dass man sich nicht mehr traut, die Botschaft darüber zu lesen. Und direkt daneben Plakate, die einen an die gute alte Zeit erinnern, in der es wohl noch keine Möglichkeit von Hintergrundschattierungen gab. Zumindest fällt so was zwischen orange, rot und grün, auch wenn es wahrscheinlich nur von den Bäumen kommt, mir auf. Und dann ist doch das Ziel erreicht, oder? Ich spreche bzw. schreibe darüber. Aber denke ich wirklich, dass sie wissen, was sie tun?

(Foto: unbekannt)

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