Wem? Wann?

141804_web_R_by_I.Friedrich_pixelio.deWie fange ich an? Es geht jetzt nicht wirklich um den Text. In manche Dinge schlittert man einfach so rein, ohne dass man es geplant hätte, das heißt aber nicht, dass man es sich nicht in irgendeiner Art erhofft hat. Ganz schnell stellt sich die Frage, was soll daraus werden und was will ich? Das haben wohl alle Beziehungen gemein, aber wie geht man mit einer, sich neu anbahnenden Situation um, wenn man eigentlich schon in einer Beziehung steckt? Einer Beziehung, die über allen anderen Beziehungen steht und stehen sollte, die innigste von allen. Der Vorteil von Beziehungen ist der, dass man nicht allein ist, und gleichermaßen ist es auch ihr Nachteil, dass man nicht für sich ist. Man trägt Verantwortung für diesen Menschen. Man hat so viele Jahre miteinander verbracht, hat ihn aufwachsen sehen. Hintergeht man ihn jetzt?

Nur weil ich eine Mutter bin, heißt das noch nicht, dass ich selbst keine Bedürfnisse mehr hab. Und das gehört doch normalerweise sowieso dazu, dass man seine Mutti teilt. Nur üblicherweise ist der Andere vor einem da. Und somit nicht wirklich als Konkurrenz wahrzunehmen. Davon mal abgesehen, dass er stets um einen selbst bemüht ist. Aber wenn jetzt einer von außen kommt, was passiert dann? Zerreißen wird man sich wohl nicht können. Den Einen aufzugeben kommt nicht in Frage, wenn man aber dann den Anderen aufgibt, so ist es als ob man auch einen Teil von sich selbst hergeben würde. Und hier ist sie wieder, eine meiner Lieblingsfragen, was ist eine Mutter? Wo fängt sie an? Und wo hört sie auf?

Zurzeit, ich hoffe das ist nicht egoistisch, gehe ich dazu über oder habe es mir vorgenommen, es auf mich zukommen zu lassen. Es erst mal zu genießen. Es ist mal was Neues, nein nicht wirklich, es ist nur unbewusst in Vergessenheit geraten. Ich hoffe man versteht, was ich meine, aber ich denke schon. Zurzeit ist es wie eine Art Urlaub ohne Verpflichtungen und ohne Verantwortung. Vielleicht bin ich auch erst einmal feige. Denn zurzeit merkt der Eine, dass da was im Busch sein könnte und grinst, wenn das Telefon klingelt. Der Andere weiß aber von dem Einen noch nichts, was mir wiederum ganz neue Perspektiven eröffnet. Und vielleicht ist das der richtige Weg, erst einmal zu gucken, was ich möchte und wie. Und wenn ich das herausgefunden habe, dann überlege ich mir in aller Ruhe, wann ich mit wem spreche.

(Foto: I.Friedrich  / pixelio.de)

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