Das mit den Vorsätzen

716252_web_R_K_B_by_Tim Reckmann_pixelio.deNicht ein Thema, was uns alle angeht, aber eins mit dem wir uns beschäftigen. Gott sei Dank, rauchen tue ich nicht. Dafür erfreue ich mich an einem ausgeprägten Appetit. Als ob ich vor kurzem zu rauchen aufgehört hätte. Und verdammt, ich war so stolz auf mich letztes Jahr um die selbe Zeit. Da gab es noch Disziplin, Selbstbeherrschung, Zurückhaltung. Obwohl es zum damaligen Zeitpunkt schon nachgelassen hatte. So schrieb ich in meinem Artikel an Silvester letztes Jahr, dass ich mich wieder ein Stückchen weiter vom Geburtsgewicht entfernt hatte. Was für eine charmante Formulierung. Mittlerweile wollen schon die Hosen in Größe 48 kneifen, an die 46 ist nicht mehr zu denken. Dabei war es noch Weihnachten vor 2 Jahren schon die 44, die mich eng umklammerte. Unheimlich motivierend. Und jetzt? Das Problem weitet sich aus. Nicht nur buchstäblich, jedes Verkneifen wirkt um so sinnloser, denn an dem Einen wird es wohl nicht liegen. Wären da nicht nur all die andern.

Was tun also? Jetzt sind wir wieder bei den Vorsätzen wie am Anfang. Mehr Sport? Verdammt gut in der Theorie (verdammt, warum fluche ich heute so oft?), in der Praxis für mich nicht nur aufgrund von Disziplin, Selbstkontrolle, Motivation schwer umzusetzen. Nein, meine Möglichkeiten sind offensichtlich geringer als üblich. Ist sicher auch irgendwo eine Ausrede der Ehrlichkeit zur Liebe. Aber gehen wir doch mal die Klassiker durch. Mal die Treppe nehmen, hähä. Mal zu Fuß gehen, das Fahrrad benutzen, doppelt hähä. Besonders interessant wirken auf mich immer Ideen, Sport in den Alltag einzubauen und dann kommt dabei so etwas rum wie Sport in die Hausarbeit zu integrieren. Ich höre gerade „Das macht kein normaler Mensch“. Ich hingegen hätte lieber geschrieben „dass das irgendwie behindert aussieht“. Vielleicht auch so ein interessanter Vorsatz, sich eine politisch korrekte Ausdrucksweise anzueignen. Hier mein erster Versuch: es sieht irgendwie krampfig aus, affig um nicht zu sagen spastisch. Gott sei Dank, hat das neue Jahr noch gar nicht begonnen, ich sehe es ein, ich muss noch ganz viel üben. Aber vielleicht kann ich es ja nicht beurteilen, ich putze ja nicht selbst.

Eigentlich dürfte ich mich nicht beschweren. Ich bin da, wovon die Menschheit seit jeher träumt. Vielleicht habe ich auch zu viele Märchenfilme aus vergangener Zeit über Weihnachten gesehen. Ich sitze den ganzen Tag nur rum, jenseits von schwerer körperlicher Arbeit, trage trotzdem chicke glitzernde Klamotten und habe mehr als eine Truhe voller Geschmeide. Wie gesagt, ich stehe unheimlich auf das Weihnachtsprogramm der Öffentlich Rechtlichen auch wenn es Nebenwirkungen hat. Und was habe ich nebenbei getan? Wirklich, wirklich viel gegessen. Zwischendurch natürlich, wie es sich gehört, trotzdem nach Abnehmmethoden gesucht. Aber nur bis das schmerzhafte Völlegefühl aufgehört hat. Na zumindest habe ich noch ein Sättigungsgefühl, da kann ja die Hoffnung noch nicht ganz verloren sein. Vielleicht ist das nicht die Zeit zum Abnehmen, vielleicht ist das aber auch nur eine weitere Ausrede. Verschieben wir das auf das nächste Jahr in der Hoffnung, dass es im nächsten Jahr besser und einfacher wird.

Doch das ist eine gute Idee, so eine Taktik will ja durchdacht sein und ich werde wieder zu den vielen Tausenden gehören, die nächstes Jahr ganz viel Geld für irgendwelche Fitnessgeräte ausgeben, die dann 6 Monate später eingestaubt sein werden und in einem Jahr werde ich nicht mehr wissen, wo sie sind. Vielleicht würde es mir aber auch helfen und vielen anderen auch, das Ganze nicht Vorsatz sondern Plan zu nennen. Vielleicht sollte ich auch weniger quatschen und mehr davon umsetzen mit welchem Gerät auch immer. Genug mittlerweile habe ich ja. Denn wo ein Wille ist, da ist auch ein Sinn, man muss jetzt nur noch den Weg finden. Auf ein kraftvolles und erfolgreiches Neues Jahr!

(Foto:Tim Reckmann  / pixelio.de)

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