Was gibt’s Neues?

499328_web_R_by_Alexander Klaus_pixelio.deAls ich seinerzeit recherchiert habe, was man denn noch so tun kann, damit der Blog an Bekanntheitsgrad gewinnt, wurde in so ziemlich jedem Forum eine Facebook-Seite für den Blog angepriesen. Also immer her damit. Noch erfreut sich mein Blog einer Weltberühmtheit nicht. Ich hoffe jedoch, in meiner kleinen bescheidenen Art, dass er ein Geheimtipp ist. Ich weiß, sehr sehr bescheiden. Sollte ich jemals den Blog noch mal neu starten, würde ich, glaube ich, das mit dem Facebook nicht mehr machen müssen. Ich freue mich über jeden einzelnen Like und über die Aufrufe umso mehr, also immer her damit oder hier ein freudscher Versprecher mehr damit.

Nun habe ich also einen Facebook-Account und wie man das hier gut erkennen kann, tue ich mich ein bisschen schwer damit, was von mir preiszugeben. Und dann ist da noch die große Frage, was ist interessant, was lässt man bleiben? Manchmal überschlagen sich auch die Ereignisse und das Letzte woran ich denke dabei ist, dass alles mit der Welt da draußen teilen zu müssen. Dazu kommt noch, dass ich mich über eine Vielzahl von Freunden erfreuen kann, denn im Grunde ist meine Taktik einfach, wenn ich eine Freundschafts-Anfrage bekomme, dann nehme ich sie auch an. Denn und hier das Prinzip, warum eine Facebook-Seite hilfreich sein kann, wenn man einen Blog promoten will. Denn umso mehr Freunde man hat, desto wahrscheinlicher ist es, dass eine Vielzahl von Menschen, die wiederum mit meinen Freunden befreundet ist, auf meine Seite geht. So soll es funktionieren, theoretisch.

Praktisch weiß ich wirklich nicht, wie das gehen soll. Ich selbst werde geflutet und das ist witzig, mit wem ich alles befreundet bin. Manche Menschen kenne ich wirklich, manche kenne ich über die Arbeit und andere wiederum sammeln nur Freundschafts-Anfragen. Und bei dieser interessanten Mischung kriege ich die volle Bandbreite der Themen. Als ich heute rein geguckt habe, war da erst mal die Frage, ob andere auch noch Toast Hawaii zwischendurch machen würden, danach ein Video, in dem Tiermast gezeigt wurde mit einem lustigen Kommentar versehen natürlich, Danach ein lustiges Video von dem man schon ein paar Minuten später nicht mehr weiß, was das genau war, weil sie dann doch immer wieder gleich sind. Aber zumindest konnte wieder jemand auf diese Art und Weise auf sich aufmerksam machen, auch wenn ich nicht genau weiß, wer das ist. Ich weiß nur, derjenige hat einen Riesenvorrat an lustigen Videos.

Und dann noch was, was einem doch in Erinnerung bleibt, und für jemanden, der gar nicht sich über persönliches über Facebook austauscht, mehr als überraschend. Die Nachricht, dass eine Frau, die wohl eine Chemotherapie bekommt, mal wieder schlechte Werte hatte und wieder ins Krankenhaus muss und sie bittet für sie zu beten. Dabei kenne ich diese Frau noch nicht mal. Ob da überschwänglich Freundschafts-Anfragen verteilt wurden? Ich persönlich kann mir das gar nicht vorstellen, wenn ich gleich ins Krankenhaus muss, dass ich dann noch die Idee habe das posten zu müssen. Und wenn ich sie kennen würde, würde es mir etwas bringen, dass sie es gepostet hat? Ist Facebook das Richtige, sich über so etwas auszutauschen? Ich sehe Facebook eher als eine Möglichkeit, um Informationen auszutauschen, aber doch nicht über sich selbst. Was bringt es mir, wenn ich weiß, wer wo was gegessen hat? Und muss ich denn von allen immer alles wissen?

Ich denke doch nicht. Wenn ich doch jemandem etwas mitteilen will, ist es dann nicht umso schöner, ich rufe mal an, ich gehe vorbei, ich treffe mich? Wenn es denn nicht so ist, drohe ich doch vor lauter Freunden zu vereinsamen. Vielleicht sollte man auch an meiner Stelle die Freundesliste säubern. Und vielleicht sollte man eher zum Telefon als zur Maus greifen.

(Foto: Alexander Klaus  / pixelio.de)

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Ein Gedanke zu „Was gibt’s Neues?

  1. Ich sehe auch genau da das Problem. Viele verteilen Freundschaftsanfragen einfach so, und viele nehmen Freundschaftsanfragen von Fremden einfach so an. Wenn man nur mit Freunden und Familie befreundet ist, finde ich es persönlich jetzt vollkommen in Ordnung, da auch über seine Krankenhausaufenthalte zu schreiben. Ob es nun alle Freunde interessiert, ist wieder etwas anderes, aber das ist eben für viele auch das tolle an Facebook: man scrollt etwas weiter und schon ist das Posting weg und etwas neues da. Facebook ist einfach sehr unpersönlich, dennoch kann man am Leben vieler teilhaben (ok, je nachdem, ob man mitteilungsbedürftige Freunde hat oder nicht). Da sehe ich für mich den einzigen Vorteil.
    Leider gehen dann auch ab und an die eigenen Beiträge in der Flut verloren.. was man dagegen machen kann, weiß ich leider auch nicht..

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