Kundenservice

SAMSUNG CAMERA PICTURESHier wieder mal ein Beitrag zum Thema Kundenfreundlichkeit in Nischen-Branchen. Speziell das allseits beliebte Thema bei mir Sanitätshäuser. Würde ich jemals eine Biographie schreiben, müsste ich ungefähr ein Kapitel der Dicke der Bibel diesem Thema widmen. Wo fange ich da am besten an ohne mich wiederholen zu wollen? Es gibt da bei einem bestimmten Sanitätshaus ohne Namen zu nennen einen bestimmten Mitarbeiter, der zwar nicht benannt, aber genannt werden sollte. Ja, der ist lustig, der hat Humor. Nicht zum ersten Mal hieß es, als er einen Termin mit mir hatte, dass er da gewesen ist, ich nicht die Tür aufgemacht habe und daraufhin hätte er versucht mich anzurufen, aber ich ginge nicht ans Telefon. Als ich dann wiederum geantwortet habe, das könne nicht sein, meinte er „doch, doch“ ihn hätte sogar sein Chef begleitet. Jetzt könnte man meinen, es war richtig clever Zeugen zu liefern, die nicht an unserem Telefonat beteiligt waren, blöderweise gibt es nicht nur Zeugen und Indizien, sondern auch Erfahrungswerte und Logik.

Ich wünschte meine Eltern würden meinen Blog lesen, die meinten immer ich gucke zu viel Fernsehen und schon ganze …, ich will jetzt nicht sagen wie viele Jahre später, es waren viele, macht sich das viele Fernsehen gucken doch bezahlbar, zumindest die Krimiserien. Aber damit fing mein ganzes Problem an, den Chef von jemanden zu erwischen, das ist manchmal schwierig. Aber zurück für nicht Involvierte zu Erfahrungswerten und zu Logik. Die Erfahrungswerte sagten mir, „Moment mal, die waren noch nie mit mehr Männern als nur Einem hier, wirklich noch nie“. Und dann noch die Logik, wenn so ein Unternehmen chronisch unterbesetzt ist, neigt es sicher auch nicht dazu 2 Männlein loszuschicken, um einen kleinen Rolli, ich weiß, ich mag das Wort nicht, aber es macht ihn jetzt noch kleiner und noch unschuldiger und noch ungefährlicher, so dass man wirklich verstehen kann, warum ich es für nachvollziehbar halte, einen Menschen ganz alleine mit diesem Auftrag zu beauftragen. Ich glaube, im Kommunismus wäre das nicht anders gewesen. Den Witz mit der Schubkarre, kennt ihr den auch? Wenn nicht, kontaktieren, bringe ich als Beitrag.

Dann ging die Geschichte natürlich weiter, der Rollstuhl wurde tatsächlich abgeholt, um einzelne Sachen nachzurüsten, die bei der Bestellung bereits von mir genannt worden sind. Damit man das besser verstehen kann, ich rede hier von einem Zeitraum von 4-5 Monaten. Es war leider nicht möglich, den Rollstuhl 2-3 Tage später wieder zu bringen, so feierte er ganz alleine in der Werkstatt Weihnachten. Was ich gemacht hätte, wenn mein elektrischer Rollstuhl kaputt gegangen wäre, nun, ich weiß es nicht. Im Bett gelegen? Ich hätte gerne den Chef gesprochen, leider war er nicht da und hatte all die Kompetenz mitgenommen.

Nach den Feiertagen konnte man noch nicht mal jemanden erreichen, also rief ich bei der Krankenkasse an. Ich dachte schon an eine Insolvenz zum 31.12, nicht bei der Krankenkasse beim Sanitätshaus. Und da musste ich mir anhören, „wieso arbeiten Sie denn mit denen zusammen, wenn Sie unzufrieden sind“, „wieso haben Sie denn so lange gewartet“ und ganz oft zwischen den Zeilen, warum nerven Sie mich? Und da wiederum zwischen den Zeilen, ich habe keine Lust. Aber und da war ich ganz stolz auf mich, ich hatte mal ein Kommunikations-Buch gelesen, wenn man sein Ziel erreichen will, hilft einem eine kaputte Schallplatte, im übertragenen Sinne. Um ehrlich zu sein habe ich nicht die Technik angewandt, sondern es war die pure Verzweiflung, kurz bevor die Heulautomatik eingesetzt hätte. Und siehe da, wenn die Krankenkasse mal nachfragt, dann bringt es etwas, dann ist auch der Chef am Telefon, meine nicht funktionierende Nummer funktioniert wieder. Ach ja, um das da oben aufzulösen, zu meiner großen Überraschung wusste der Chef des oben genannten Mitarbeiters auch nicht, dass er ihn wohl begleitet hat. Mal gucken was er jetzt mit diesem Wissensstand macht, ich tippe mal auf Nichts. Wir werden sehen. Ich für meinen Teil habe ja schon genügend zu verstehen gegeben, dass ich von der ganzen Branche nichts halte. Und ehrlich gesagt hätte ich auch ganz gerne mal eine Nummer von irgendeiner Organisation, die Krankenkassenmitarbeiter zu mehr Motivation und Kundenservice verhilft.

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