AfD wählen?

639075_web_r_b_by_q-pictures_pixelio-deNun jetzt seh ich nicht aus wie der typische AfD-Wähler. Auch wenn mein Hintergrund ähnlich zu sein scheint. Doch da spricht der Migrationshintergrund dagegen. Für irgendwas muss er ja gut sein. Aber wie sieht der typische Wähler aus? Und gibt es nicht auch Gründe die AfD zu wählen? Kann man überhaupt entsprechend einschätzen? Vielleicht hat das auch so seine Vorteile und wäre eine Alternative. Ich hoffe, ich schaffe es trotz meines zurückhaltendes Humors und meiner bescheidenen Rhetorik, überzeugende Argumente aufzuzeigen.

Ich hatte mir sogar die Zeit genommen, zwischendurch während die AfD schon gewählt wurde, in das neu erschienene Wahlprogramm zu sehen. Leider weiß ich nicht mehr viel davon und ich weiß auch nicht, ob es viel mehr war, als ich es gelesen habe. Nunja.. was ich noch weiß war, dass ich dachte: „So schlimm, oder besser gesagt anders wird’s ja nicht werden.“ Weil die wirklich wichtigen Themen auch unter der AfD gleichbleiben würden.
Zu meinem Hintergrund ist zu sagen, ich bin ja leidenschaftlicher Aufstocker. Nicht leidenschaftlich aufstockend, sondern arbeiten gehen auch wenn ich zusätzlich aufstocken muss. Da schlägt die AfD vor, man sollte den Leuten gewähren einen bestimmten Betrag, oder auch Prozentsatz, ich weiß es nicht mehr genau, vom Einkommen nicht angerechnet zu kriegen, wenn sie arbeiten gehen. Wie ne Art Belohnung dafür, dass sie arbeiten gehen. Und da dachte ich mir: „Wow das ist ja ganz anders als die zwanzig Prozent, die mir zur Zeit nicht angerechnet werden“. Wie lange da wohl überlegt wurde? Bei der Energiefrage übrigens ähnlich. Wir sollten nach Alternativen gucken und solange bleibt alles beim Alten. Da frage ich mich: „Was ist jetzt genau anders?“ Was die Wahrung unserer Kultur angeht, frage ich mich, ob das nicht so ähnlich gedeutet werden müsste. Wenn es bei uns so eine Willkommenskultur gibt, sollte man dies erhalten. Finde ich gut.

Und endlich gibt es auch mal eine Partei, die mich als alleinerziehende Mutter und Frau versteht. Wobei das überraschend ist, weil ich seh im Fernsehen immer nur Männer. Vielleicht müsste man dort vor Ort mal hingehen, um sich selbst ein Bild zu machen. Ob die Räumlichkeiten barrierefrei sind?

Zu meinen Bedürfnissen als alleinerziehende Mutter: wenn ich wirklich diesem inneren Bedürfnis, mich ganz, ganz, ganz dolle dem Bedürfnissen meines Kindes unterzuordnen, wenn es mir ein innerer Herzenszwang ist, wie es halt in der Natur der Frau vorgesehen ist, stellt mir die AfD dann auch einen Mann? Der dann für meinen Lebensunterhalt sorgt?! Oder drifte ich leider ab in diese Zeit, wo es unehrenhaft war, keinen Mann über sich zu haben? Wo kriegt die AfD denn die Männer für mich her? Ob sie dann auch hoffentlich andere Rekrutierungsmöglichkeiten hat, als die eigenen Parteireihen? Weil sonst wird das vielleicht doch keine Alternative für mich zum Singledasein. Und wen haben die damals gefragt? Ich weiß, ich kenne auch Frauen, die gruseliger Weise auch lieber Zuhause bleiben, als arbeiten zu gehen und die auch nicht davon zu überzeugen sind, dass es dem Kind zu Gute kommt, wenn man ein bisschen Eigenständigkeit einfordert.

Aber ich glaube auch, dass dieses Grundkonzept hauptsächlich von Männern erstellt wird. Denn wenn der Mensch von sich aus nicht mehr größer werden kann, mehr erreichen kann, wichtiger wird, ist es auch für ihn eine Möglichkeit sich zu profilieren, wenn alle anderen um ihn herum kleiner sind. Aber wer will das schon? Wer hat denn schon so wenig Vertrauen in sich selbst? Ich sicher nicht!

(Foto: web_R_B_by_Q.pictures/pixelio.de)

 

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2 Gedanken zu „AfD wählen?

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