Wohlbefinden

imageEin Text, den ich hätte vor einigen Tagen, Wochen, wie auch immer, schreiben sollen. Denn da wusste ich noch nicht, dass das Abnehmen ins Stocken kommen würde. Da ging es mir gut, sehr gut. Ich konnte anziehen, was ich wollte, ich sah immer, wie ich fand, zum Anbeißen aus. Kleiner Kommentar am Rande: ich war nicht alleine mit dieser Meinung. Dass man das ein oder andere Kompliment auf der Arbeit oder sonst wo bekommt, ist das eine. Das Andere, dass dabei die eine oder andere Telefonnummer herausspringt, ist natürlich auch nicht zu verachten.

Woran lag das wohl? Und irgendwann bin ich darauf gekommen, innere Ausgeglichenheit. Vielleicht sogar Selbstbewusstsein. Und mir fiel es wie Schuppen von den Augen es hängt nicht davon ab, wie man aussieht, sondern wie man es sieht. Und wer kennt sie nicht die Makel des Äußerlichen. Man neigt oft dazu sie als so wichtig anzusehen, dass man alles andere übersieht. Wozu da über meinen viel zu fetten Arsch sprechen, wenn ich ein ganz ansehnliches Gesicht habe. Und in meinem Fall sitze ich auch die meiste Zeit auf meinem Hintern, wodurch man ihn gar nicht sieht. Wozu sich dann von ihm deprimieren lassen.

Aber ich wage noch ein Stückchen weiter zu gehen. Meine neu errungene Selbstverliebtheit lässt mich sogar in dem einen oder anderen Makel auch etwas Positives sehen und das empfehle ich allen. Und jetzt will ich nicht behaupten, dass dickere Menschen glücklicher sind, das ist doch abgedroschen und ich fände das auch irgendwie traurig. Nein, was ich meine ist, dass jede Medaille eine Kehrseite hat, ohne die, die Vorderseite nicht existieren könnte. Ist es nicht so, dass wenn man sein lichtes Haar verdammt und Frauen mit einer sehr sehr großen wallenden Mähne beneidet, kann man sich dann nicht darauf berufen, mal von Styling und Produkten abgesehen, dass das sicher auch Nachteile haben kann? Warum sollten Haare einer großzügigen Dicke und einer dunklen Färbung nicht an anderen Körperstellen genau so gut sprießen können? Und will man sich 3 Mal am Tag rasieren? Unter Einbeziehung dieser Problematik sind die eigenen Federn nicht mehr ganz so schlimm.

Vielleicht geht es aber auch noch eindeutiger. Mein viel zu kleiner Busen: wenn er doch nicht allzu ausgeprägt ist, laufe ich nicht Gefahr mit der Zeit befürchten zu müssen über ihn zu stolpern oder dass ich irgendwann nicht mehr weiß, wohin ich ihn noch schnallen soll oder bei harschen Bewegungen mich selbst zu ohrfeigen. Und sollte er dann doch großzügig gewachsen sein, ja dann füllt er jedes Kleid, jede Bluse um so besser aus. Und ehrlich meistens ist er doch fest und sicher festgeschnallt und alle anderen, vor allem die, die damit selbst keine Erfahrungen haben, und auf die kommt es ja an, wissen ja nicht, ob er ohne jegliche Halter bis zum Bauch oder bis zu den Knien reicht.

So jetzt wo ich mir die Erkenntnisse der letzten Wochen wieder vor Augen geführt habe, geht es mir besser. Und so werde ich auch die Abnehm-Flaute besser überstehen können. Ich hoffe, dass es denen, die das hier lesen, ähnlich ergeht. Denn ungelogen und mit Sicherheit habe ich Recht. Aber noch einmal kurz auf einen Punkt gebracht, was ich sagen wollte, jeder Körper hat seine kleinen Vor- und Nachteile und bei genauer Betrachtung überwiegen die Vorteile. Man muss sie nur zu schätzen lernen.

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